
Spanking wegen Unordnung: Freund legt junge Frau übers Knie
Junge Frau sitzt im Pyjama auf dem Sofa
Seit knapp drei Monaten wohnten Mathilda und Julian zusammen.
Noch immer standen zwei Umzugskartons im Arbeitszimmer. Noch immer diskutierten sie darüber, auf welche Seite des Badezimmerschranks Julian seine Sachen stellen durfte. Und noch immer fanden sie beinahe täglich irgendeine Kleinigkeit, bei der zwei Menschen plötzlich feststellen mussten, dass gemeinsames Wohnen etwas anderes war als gemeinsames Übernachten.
An diesem Samstagnachmittag hatte Mathilda eigentlich versprochen aufzuräumen.
Eigentlich.
Stattdessen saß die Vierundzwanzigjährige im hellen Pyjama auf dem Sofa, hatte die Beine unter sich gezogen und scrollte konzentriert über ihr Handy.
Auf dem Couchtisch standen zwei leere Tassen.
Daneben lag eine geöffnete Packung Kekse.
Ihre Strickjacke hing über der Lehne eines Sessels. Auf dem Boden lagen zwei Zeitschriften, ein Ladekabel und die Socken, die sie am Morgen ausgezogen hatte.
Julian blieb in der Wohnzimmertür stehen.
Er betrachtete erst das Zimmer.
Dann Mathilda.
Dann wieder das Zimmer.
„Mathilda.“
„Mhm?“
Sie sah nicht einmal hoch.
„Schau mich bitte an.“
„Eine Sekunde.“
Julian verschränkte die Arme.
„Nein. Jetzt.“
Mathildas Daumen blieb mitten über dem Display stehen.
Langsam hob sie den Kopf.
„Was denn?“
Julian deutete mit einer kleinen Kopfbewegung auf das Wohnzimmer.
Mathilda folgte seinem Blick.
Dann sah sie wieder zu ihm.
„Was?“
„Ernsthaft?“
Ihre Lippen verzogen sich zu einem unschuldigen Lächeln.
„Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.“
Julian musste beinahe lachen.
Beinahe.
„Komm mal her.“
Freund stellt seine Freundin wegen der Unordnung zur Rede
Mathilda blieb sitzen.
„Wieso?“
„Mathilda.“
Jetzt kannte sie den Ton.
Sie legte das Handy langsam auf den Couchtisch.
„Ich sitze gerade so gemütlich.“
„Das sehe ich.“
„Und ich hatte eine anstrengende Woche.“
„Das weiß ich auch.“
Sie schenkte ihm ihr lieblichstes Lächeln.
„Dann verstehst du mich ja.“
Julian zeigte vor sich auf den Teppich.
„Herkommen.“
Mathilda seufzte demonstrativ, schob die Beine vom Sofa und stand auf.
Mit kleinen Schritten kam sie zu ihm.
„Da bin ich.“
Julian sah sie an.
Mathilda lächelte.
Breit.
Viel zu breit.
„Was hatten wir heute Morgen vereinbart?“
Sie legte nachdenklich einen Finger an ihre Unterlippe.
„Dass wir einen schönen Samstag haben?“
„Mathilda.“
„Dass wir später etwas kochen?“
„Noch ein Versuch.“
Sie zog die Schultern hoch.
„Aufräumen?“
„Genau.“
„Ich wollte ja.“
„Wann?“
„Später.“
„Wann ist später?“
„Na ja … später eben.“
Julian deutete auf die Uhr.
„Es ist nach vier.“
„Der Tag hat noch viele Stunden.“
„Und du sitzt seit dem Mittag auf dem Sofa.“
„Ich habe zwischendurch auch Tee gemacht.“
Julian starrte sie an.
Mathilda blinzelte ihn mit großen Augen an.
„Das zählt doch wohl.“
„Die Tasse steht immer noch auf dem Tisch.“
Mathilda schaute kurz daran vorbei.
„Stimmt.“
„Und die zweite auch.“
„Die ist von heute Morgen.“
„Das macht es nicht besser.“
Sie trat einen halben Schritt näher und legte beide Hände auf seine Brust.
„Julian.“
Ihre Stimme wurde plötzlich besonders weich.
„Mein liebster, allerbester Freund.“
„Nein.“
„Ich habe noch gar nichts gesagt.“
„Ich kenne diesen Ton.“
Sie grinste.
„Welchen Ton?“
„Den Ton, mit dem du hoffst, dass du dich aus der Sache herauslächeln kannst.“
Mathilda legte den Kopf schief.
„Funktioniert er?“
„Heute nicht.“
Ihr Lächeln wurde etwas kleiner.
Süße Ausreden helfen diesmal nicht
Julian ging zum Sofa und setzte sich.
Mathilda blieb vor ihm stehen.
„Komm her.“
„Ich bin doch hier.“
Er deutete unmittelbar vor seine Knie.
Mathilda machte zwei vorsichtige Schritte.
„Julian …“
„Du hast gestern gesagt, dass du deine Sachen heute wegräumst. Heute Morgen hast du es noch einmal versprochen. Dann habe ich die Küche gemacht, die Wäsche aufgehängt und das Bad geputzt.“
Mathilda verzog das Gesicht.
„Wenn du es so aufzählst, klingt es schlimm.“
„Weil es schlimm klingt.“
„Ich mache es doch gleich.“
„Das hast du vor zwei Stunden auch gesagt.“
Sie schwieg.
Julian sah zu ihr hoch.
„Und wir hatten darüber schon letzte Woche gesprochen.“
„Ich weiß.“
„Was genau weißt du?“
Mathilda knetete die Ärmel ihres Pyjamas zwischen den Fingern.
„Dass ich meine Sachen nicht überall liegen lassen soll.“
„Nicht nur deine Sachen. Wenn wir Aufgaben aufteilen, möchte ich mich darauf verlassen können, dass du deinen Teil machst.“
„Ja.“
„Ich will dir nicht hinterherräumen.“
„Ich weiß.“
„Und ich möchte auch nicht dreimal erinnern.“
Mathilda zog eine kleine Schnute.
„Du bist gerade sehr streng.“
„Das ist auch der Sinn der Sache.“
„Kannst du nicht ein kleines bisschen weniger streng sein?“
Julian schüttelte den Kopf.
„Nein.“
Sie sah ihn einen Moment an.
Dann versuchte sie es noch einmal mit ihrem süßesten Lächeln.
„Nur heute?“
„Gerade heute nicht.“
„Schatz.“
„Mathilda.“
Nun wusste sie endgültig, dass ihre Verhandlung gescheitert war.
Junge Frau wird über dem Knie versohlt
Julian nahm sie behutsam am Handgelenk und zog sie einen Schritt näher.
Mathilda ließ den Kopf hängen.
„Das ist gemein.“
„Nein. Das ist genau die Konsequenz, über die wir gesprochen haben.“
„Trotzdem.“
„Komm.“
Wenig später lag sie quer über seinen Knien.
Sofort begann sie wieder zu reden.
„Ich möchte nur fürs Protokoll festhalten, dass ich absolut bereit gewesen wäre aufzuräumen.“
„Mhm.“
„Wirklich.“
„Natürlich.“
„Direkt nach meinem Video.“
Julian legte eine Hand beruhigend auf ihren Rücken.
„Mathilda.“
Sie verstummte.
„Du hörst mir jetzt zu.“
„Okay.“
„Wenn wir etwas miteinander vereinbaren, dann möchte ich, dass du es ernst nimmst.“
„Ja.“
„Nicht erst dann, wenn ich sauer werde.“
„Ja.“
„Nicht nachdem ich dich dreimal erinnert habe.“
Mathilda seufzte.
„Ja.“
„Und nicht irgendwann am Abend, wenn du zufällig keine Lust mehr auf dein Handy hast.“
„Das war ein bisschen übertrieben.“
Julian hob eine Augenbraue.
Mathilda konnte seinen Gesichtsausdruck nicht sehen, aber offenbar spürte sie ihn trotzdem.
„Schon gut“, murmelte sie.
„Du hast heute deinen Teil nicht gemacht. Und du hast versucht, mich mit diesem unschuldigen Blick davon abzubringen, dich darauf festzunageln.“
„Ich gucke immer so.“
„Ganz bestimmt.“
Seine flache Hand landete zum ersten Mal bestimmt auf ihrer Kehrseite.
Mathilda zuckte.
„Hey!“
„Was war das gerade?“
„Nichts.“
„Gut.“
Dann folgte der nächste Hieb.
Und noch einer.
Julian klatschte ihre Pobacken ordentlich durch, während Mathilda zunächst noch versuchte, jeden zweiten Schlag mit irgendeinem Kommentar zu beantworten.
„Das Aufräumen wäre schneller gegangen.“
„Das stimmt.“
„Dann könnten wir auch einfach— au! — jetzt damit anfangen.“
„Machen wir.“
„Super.“
„Nachher.“
Mathilda stöhnte empört.
„Du bist unmöglich.“
„Und du räumst künftig auf.“
Nach und nach wurde sie stiller.
Die anfängliche freche Lockerheit verschwand.
Julian hielt zwischendurch inne.
„Was wirst du morgen machen, wenn du sagst, dass du etwas erledigst?“
„Es erledigen.“
„Und wenn dein Handy spannender ist?“
„Trotzdem erledigen.“
„Und wenn du keine Lust hast?“
Mathilda drückte kurz die Stirn gegen seinen Oberschenkel.
„Auch dann.“
„Gut.“
Der Holzkochlöffel aus der Küche
Nach einer Weile hörte Julian auf.
Mathilda atmete erleichtert aus.
„Fertig?“
„Nein.“
Sofort hob sie den Kopf.
„Wie, nein?“
Julian ließ ihr einen Moment.
Dann sagte er ruhig:
„Geh in die Küche.“
Mathilda wurde misstrauisch.
„Wieso?“
„In der zweiten Schublade liegt der große Holzkochlöffel.“
Sie starrte ihn an.
„Julian.“
„Hol ihn.“
„Wir könnten auch den kleinen nehmen.“
„Mathilda.“
„Oder gar keinen.“
Julian antwortete nicht.
Mathilda setzte sich gerade hin und schenkte ihm wieder diesen Blick.
Große Augen.
Leicht vorgeschobene Unterlippe.
Die Hände ordentlich im Schoß.
„Schatz.“
Julian verschränkte die Arme.
„Nein.“
„Du weißt doch überhaupt nicht, was ich sagen wollte.“
„Doch.“
„Was denn?“
„Dass es dir leidtut, dass du jetzt sofort aufräumst, dass du sowieso schon alles verstanden hast und dass der Kochlöffel vollkommen übertrieben ist.“
Mathilda blinzelte.
„Ungefähr.“
„Küche.“
„Aber—“
Julian zeigte zur Tür.
„Mathilda.“
Sie blieb noch zwei Sekunden stehen.
Dann erhob sie sich.
„Du bist heute überhaupt nicht beeinflussbar.“
„Stimmt.“
„Unverschämt.“
„Der Kochlöffel.“
Mathilda marschierte davon.
Aus der Küche hörte Julian eine Schublade.
Dann eine zweite.
„Die zweite!“, rief er.
„Ich weiß!“
Kurze Stille.
Schließlich erschien Mathilda wieder in der Tür.
Den Holzkochlöffel hielt sie zwischen zwei Fingern, als hätte sie einen besonders unangenehmen Gegenstand gefunden.
Sie kam zurück und hielt ihn ihm hin.
„Bitte.“
„Danke.“
„Ich finde übrigens immer noch, dass wir darüber reden könnten.“
Julian nahm den Löffel.
„Das haben wir.“
„Noch ein bisschen.“
„Nein.“
Mathilda seufzte.
Weitere Konsequenz mit dem Kochlöffel
Julian zog sie wieder zu sich.
Diesmal diskutierte sie nur noch halbherzig.
„Ich räume nachher wirklich auf.“
„Das weiß ich.“
„Ganz ordentlich.“
„Das weiß ich ebenfalls.“
„Sogar die Tassen.“
„Beeindruckend.“
„Und die Socken.“
„Jetzt übertreibst du.“
Mathilda musste trotz allem lachen.
Julian ebenfalls.
Für einen Moment war die Strenge weg.
Dann klopfte er mit dem Kochlöffel leicht gegen seine Handfläche.
Mathildas Lachen verschwand.
„Oh.“
„Genau.“
Wieder fand sie ihren Platz über seinen Knien.
Julian erinnerte sie noch einmal ruhig daran, weshalb sie dort lag.
Nicht wegen einer herumliegenden Socke.
Nicht wegen einer Tasse.
Sondern weil gemeinsames Wohnen nur funktionierte, wenn beide ihren Teil beitrugen und ein Versprechen nicht erst nach der dritten Aufforderung ernst genommen wurde.
Dann setzte er den Kochlöffel ein.
Mathilda hielt zunächst erstaunlich still.
Das änderte sich schnell.
Ihre Füße begannen unruhig über dem Teppich hin und her zu rutschen.
Kurz darauf zappelte sie.
„Julian!“
„Was?“
„Ich habe es verstanden.“
„Was hast du verstanden?“
„Dass ich aufräume!“
„Mehr.“
„Dass du nicht mein persönlicher Haushälter bist.“
„Schon besser.“
Ein weiterer bestimmter Hieb folgte.
Mathilda strampelte.
„Aua! Ja! Schon gut!“
Julian blieb konsequent.
Nicht hektisch.
Nicht wütend.
Er erinnerte sie zwischen den Hieben immer wieder daran, worum es ging.
„Absprachen?“
„Einhalten!“
„Gemeinsame Aufgaben?“
„Meinen Teil machen!“
„Und dein Handy?“
„Kann warten!“
Nun hörte Julian auf.
Mathilda blieb noch einen Augenblick liegen.
Dann sagte sie kleinlaut:
„Es tut mir leid.“
Diesmal klang es nicht wie der Versuch, sich herauszureden.
Julian legte den Kochlöffel auf den Tisch.
„Das glaube ich dir.“
Versöhnung nach der Strafe
Er half ihr hoch und setzte sie seitlich auf seinen Schoß.
Mathilda verschränkte sofort die Arme um seinen Hals und versteckte das Gesicht an seiner Schulter.
Julian hielt sie fest.
Die Strenge war verschwunden.
Seine Hand strich langsam über ihren Rücken.
„Alles gut?“
Mathilda nickte.
„Du bist gemein.“
„Ein bisschen.“
„Sehr.“
„Auch möglich.“
Sie hob den Kopf.
„Aber nur heute.“
Julian lächelte.
„Du weißt genau, dass das nicht stimmt.“
Ein winziges Grinsen erschien auf ihrem Gesicht.
„Vielleicht.“
Er strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn.
„Ich liebe dich.“
Jetzt wurde ihr Blick weich.
„Ich dich auch.“
Julian küsste sie.
Erst kurz auf die Stirn.
Dann auf die Lippen.
Mathilda schmiegte sich noch einmal eng an ihn.
„Noch eine Minute.“
„Wofür?“
„Sitzen.“
„Du solltest aufräumen.“
„Julian.“
Er lachte.
„Eine Minute.“
Sie kuschelte sich zufrieden an seine Brust.
„Siehst du? Ich kann dich doch beeinflussen.“
„Die Minute wird gerade wieder kürzer.“
„Schon still.“
Gemeinsam die neue Wohnung aufrufen
Wenig später stand Mathilda mitten im Wohnzimmer.
Sie betrachtete das Chaos.
Dann Julian.
„Gut.“
Sie klatschte entschlossen die Hände zusammen.
„Wo fangen wir an?“
„Moment.“
„Was?“
Julian stand ebenfalls auf.
„Wir.“
Mathilda runzelte die Stirn.
„Wir?“
„Ja.“
„Du hilfst mir?“
„Natürlich.“
„Aber es war doch meine Aufgabe.“
„Richtig. Deshalb machst du auch mehr.“
Er nahm die beiden Tassen vom Tisch.
„Ich helfe trotzdem.“
Mathilda sah ihn einige Sekunden schweigend an.
Dann lächelte sie.
Diesmal nicht ihr kalkuliertes Unschuldslächeln.
Ein echtes.
„Du bist süß.“
„Sag das niemandem.“
„Zu spät.“
Sie nahm die Keksverpackung und die Zeitschriften.
Julian brachte die Tassen in die Küche.
Mathilda sammelte ihre Kleidung ein.
Zehn Minuten später sah das Wohnzimmer bereits völlig anders aus.
Nach zwanzig Minuten war auch der Flur ordentlich.
Als Mathilda schließlich ihre letzten Socken vom Boden aufhob, hielt sie sie triumphierend hoch.
„Fertig!“
Julian betrachtete das Zimmer.
„Sieht gut aus.“
„Sehr gut sogar.“
„Stimmt.“
Mathilda kam zu ihm und schlang die Arme um seine Taille.
„Und morgen mache ich es gleich.“
„Das hoffe ich.“
Sie sah zu ihm hoch.
„Sonst?“
Julian warf einen kurzen Blick Richtung Küche.
Mathilda folgte seinem Blick.
Dann zeigte sie warnend mit dem Finger auf ihn.
„Wage es nicht.“
Er grinste.
Sie musste ebenfalls lachen.
Kurz darauf standen sie mitten in ihrem endlich ordentlichen Wohnzimmer und küssten sich.
Drei Monate gemeinsames Wohnen hatten ihnen bereits einiges beigebracht.
Zum Beispiel, dass Kompromisse wichtig waren.
Dass Aufgaben verteilt werden mussten.
Dass Mathilda erstaunlich überzeugend unschuldig schauen konnte.
Und dass Julian inzwischen genau wusste, wann er sich davon besser nicht beeindrucken ließ.
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